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UAG Landstraßensicherheit

Landstraße

Nach den Mitteilungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen wurden in den Jahren vor 2000 jährlich mehr als 25 000 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet. Seit 2004 liegt diese Anzahl bei etwa 20 000 Menschen und geht weiter zurück. Dies ist ein Erfolg unterschiedlicher Ansätze zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Freistaat, wobei verkehrssichere Straßenverkehrsanlagen einen großen Beitrag geleistet haben. Sowohl der Ausbau der Bundesfernstraßen, die den größten Teil des großräumigen Verkehrs aufnehmen, als auch Maßnahmen der Netzergänzung und Ausbauvorhaben in kleineren Maßstäben haben zur Minderung dieser Verletzungszahlen beigetragen.

Die weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen im Freistaat Sachsen soll nach dem Beschluss des Lenkungsausschusses »Verkehrssicherheit in Sachsen« durch eine Arbeitsgruppe vorangetrieben werden.

Aufgaben

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Empfehlungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen im Freistaat Sachsen zu erarbeiten. Grundlage dafür sind aktuelle Kenntnisse über die sicherheitsrelevante Gestaltung von Landstraßen, insbesondere der Linienführung, des Querschnitts und von Kreuzungen und Einmündungen auf Basis der aktuellen Regelwerke für den Straßenentwurf. Zur Umsetzung werden Kenntnisse über den Sicherheitsstandard einzelner Landstraßenabschnitte dokumentiert. Analysen der Sicherheitsdefizite zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Dabei geht es im Einzelnen um folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Aufdecken und Verbessern von Unfallhäufungen im Landstraßennetz
  • Priorität für Ausbaumaßnahmen nach Sicherheitspotential
  • Qualitätssicherung durch Sicherheitsaudits
  • Schaffung von Pilotprojekten als vorbildliche Beispiele

Schwerpunkte der Arbeit

 

In den bisherigen Sitzungen hat die Arbeitsgruppe wissenschaftliche Arbeiten über die Verkehrssicherheit auf Sachsens Bundes- und Staatsstraßen ausgewertet und daraus Informationen für die Straßenbauverwaltung zusammengefasst. Außerdem werden typische Probleme und beispielhafte Lösungen erarbeitet, um die Grundlage für Pilotprojekte zu schaffen.

Folgende Themen werden in der Zukunft zu vertiefen sein:

  • Unfälle bei nasser Fahrbahn
  • Verlust der Fahrzeugkontrolle und Aufprall auf Bäume neben der Fahrbahn
  • Qualitätssicherung der Straßenausstattung durch Verkehrsschau
  • Motorradsicherheit
  • Unfälle mit Wild
  • Standards für Kreuzungen und Einmündungen
  • Geschwindigketisreduzierung an Ortseingangsbereichen

Typische Sicherheitsprobleme auf Landstraßen

Sehr viele Menschen sind der Überzeugung, dass die gefährlichsten Verkehrssituationen auf Autobahnen bestehen. Befragungen haben gezeigt, dass über die Hälfte der Autofahrer denken, dass die meisten tödlichen Unfälle passieren auf der Autobahn, tatsächlich ist dies aber auf Landstraßen der Fall. Entsprechend ist das Gefahrenbewusstsein auf Landstraßen zu gering ausgeprägt. Typische Gefahren auf Landstraßen sind z. B. Kreuzungen und Einmündungen, an denen links abgebogen werden kann. Selbst wenn die Vorfahrt dort durch eine Signalanlage geregelt ist, können Linksabbieger mit dem Gegenverkehr zusammenstoßen. Abhilfe schafft hier eine besondere Freigabe für die Linksabbieger mit grünem Signalpfeil.

Auf Streckenabschnitten außerhalb von Kreuzungen und Einmündungen gibt es drei typische Unfallabläufe:

  • Verlust der Fahrzeugkontrolle ohne Einwirkung anderer Verkehrsteilnehmer aufgrund kurzer Unaufmerksamkeit, fehlerhafter Einschätzung des Fahrbahnverlaufs oder ungünstiger Witterungsumstände
  • Beim Überholen aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und der Fehleinschätzung der Geschwindigkeiten des entgegenkommenden Verkehrs
  • Zusammenstoß mit Wild

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Ansprechpartnerin:

Christina Kynast

Bundesweiter »Tag der Verkehrssicherheit«

Kontakt:

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